Es herbstelt – Mangold-Linsen-Eintopf

Geplant hatte ich eigentlich, einen türkischen Eintopf namens „Pazili Yesil Mercimek“ zu machen. Der besteht auch aus Mangold und Linsen, jedoch grünen Linsen, die ich nicht so mag. Es kam dann noch hinzu, dass ich mit dem Chili ausgerutscht bin und zwar noch etwas Chiliflocken wieder rausretten konnte, aber es dennoch so scharf war, dass der Eintopf unbedingt noch gestreckt werden musste. Es war dann aber am Ende immer noch scharf, aber auch saulecker…

Für 2 Personen:

150 g rote Linsen

1 Mangold

1 Stück Schafskäse

100 ml Sahne

Tomatenmark

1 Zwiebel

1/2 TL Kreuzkümmel

1/2 TL Kurkuma

Salz

Chili

Olivenöl

350 ml Brühe

Die Zwiebel hacken und in etwas Olivenöl in einem Topf glasig dünsten. Ca. 1 EL Tomatenmark, den Kreuzkümmel und das Kurkuma zufügen und kurz mitdünsten. Die Linsen zufügen. Den gewaschenen Mangold kleinschneiden und in den Topf geben. Das ganze mit der Brühe und Sahne ablöschen und mit geschlossenem Deckel für ca. 10-15 Min. köcheln lassen. Mit dem Salz und dem Chili abschmecken und zum Schluss ein Stück Schafskäse dazugeben und unterrühren. Das hat jetzt mit dem eigentlich geplanten Gericht nicht  mehr viel zu tun gehabt, hat aber dennoch geschmeckt.

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Sonntagssüß: Erdnuss-Schoko-Cheesecake

Ich glaube, dass das einer der aufwendigsten Kuchen war, die ich bisher so mal gemacht habe. Ewig müssen die einzelnen Schichten kühlen. Am Ende war alles gut – er hat geschmeckt und das Geburtstagskind war happy. Aber fraglich, ob der nochmal auf den Tisch kommt. Zumal er eine ausgesprochenen Kalorienbombe ist…

Für eine Springform benötigt ihr:

Für den Boden:

200 g Mehl

80 g Zucker

1/4 TL Salz

120 g Butter

1 Ei

Für die Füllung:

250 g Zartbitterschokolade

250 ml Sahne

25 g Plamin

40 g gehackte Mandeln

40 g gesalzene Erdnüsse, grob gehackt

Instantgelatine

600 g Doppelrahm-Frischkäse

100 g Erdnussbutter

150 g Zucker

3 Eiweiß

 

Für den Boden zunächst alle Zutaten zu einem glatten Teig verkneten und diesen in Frischhaltefolie eingewickelt für 30 Min. kühlen.

Anschließend ausrollen, in eine mit Backpapier ausgelegte Springform geben und mit der Gabel einstechen. Für ca. 15 Min. backen, dann auskühlen lassen. (Habe ich am Vortag vorbereitet)

Die Schokolade grob hacken, Sahne im Topf mit Palmin erhitzen und Schoki darin auflösen. Die Nüsse hacken. Die Hälfte der Schoko-Sahne-Masse auf den Boden streichen und die Hälfte der Nüsse drüber geben. Dabei einen kleinen Rand lassen. Für 30 Min. wieder kühlen.

Gelatine mit Frischkäse, Erdnussbutter und der Hälfte des Zuckers glatt rühren. Eiweiß mit dem restlichen Zucker steif schlagen. Alles miteinander vermengen und auf dem Kuchen verstreichen – und wieder 30 Min. kühlen.

Dann den Rest Schoko-Sahne-Masse drüber geben und die restlichen Nüsse auf der Schokolade verteilen. Was kommt jetzt? Richtig! Die letzte Kühlphase, nämlich mindestens mal 3 Stunden, damit es alles schön fest wird. Dann Kaffee aufsetzen und erschöpft aufs Sofa fallen!

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Tomatenchutney mit Ouzo

Dieses Chutney hat eine leichte Anisnote durch den Ouzo und erinnert an vergangene und bereits wieder bevorstehende Abende auf griechischen Inseln. Da fährt dann auch schon mal ein Transporter mit frischen Fässern vor dem Restaurant vor und gibt eine Runde direkt aus dem Bottich aus.

Für 2 Gläser benötigt ihr:

500 g reife Tomaten, möglichst kleine Cherrytomaten

100 g Zwiebeln

1 Knobizehe

1/2 TL Fenchelsamen

1 Lorbeerblatte

5 EL Olivenöl

50 ml Ouzo

100 ml Weißweinessig

Salz, Pfeffer

1 EL Zucker

Die Tomaten vierteln, die Zwiebeln vierteln und in Ringe schneiden. Den Knobi fein hacken. Zwiebeln und Knobi mit den Fenchelsamen und dem Lorbeerblatt in einer Pfanne in 2 EL Öl anbraten. Die Tomaten zugeben und für 10 Min. mitbraten. Ouzo und Weißweinessig zufügen und alles nochmals 10 Min. unter gelegentlichem Rühren köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer und Zucker würzen und in Gläser füllen. Diese verschließen und auf den Kopf stellen, so sollte das Chutney sich eine Weile halten. Sehr lecker auf Brot – und auch noch vegan!

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Zucchininudeln Pad Thai-Style

Ich musste mich regelrecht zwingen, nicht alles auf einmal aufzuessen, damit – wie geplant war – noch etwas für die Mittagspause am nächsten Tag über bleibt. Da habe ich es einfach kalt gegessen, was wider Erwarten mindestens genauso gut geschmeckt hat.

Ihr benötigt:

1 mittelgroße Zucchini

1 mittegroße Karotte

1 Lauchzwiebel

1 Handvoll Zuckerschoten

geröstete Erdnüsse

1 Ei

Sojasauce

veg. Austernsauce

1/2 Limette

Kurkuma, Salz, Chili,

Öl

Zunächst die Zucchini zu Nudeln verarbeiten und beiseite stellen. Dann die Karotte ebenfalls zu Nudeln verarbeiten und die Zuckerschoten in Längsstreifen schneiden.

In einer Schale das Ei mit etwas Kurkuma, Salz und Chili verrühren.

In einer Pfanne etwas Öl erhitzen und die Karotten und Zuckerschoten für gut 1 Minute zugeben und durchschwenken. Die Zucchini zufügen, die Eiermasse drüber geben und alles nochmal kurz durchschwenken, bis das Ei gestockt ist. Das ganze mit Sojasauce, Austernsauce und Limettensaft ablöschen. Eine kleingeschnittene Lauchzwiebel und die Erdnüsse zugeben.

Das Gemüse sollte auf jeden Fall noch Biss haben. Die Saucenmenge ist variabel, ich mag es nicht so suppig und habe daher nur jeweils einen guten Schuss genommen. Zum Schluss das ganze noch mit etwas Salz und Chili nachwürzen.

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Nachgekocht: Lasagne mal anders

Die aktuelle Ausgabe der „Slowly Veggie“ beschäftigt sich um eins meiner Lieblingsthemen – Pasta. Ich lese die Zeitschrift regelmäßig, weil mir nicht nur die Rezepte gefallen, sondern die Aufmachung insgesamt. Vor allem hält sich der Werbeanteil noch einigermaßen in Grenzen, was bei vielen anderen Kochzeitschriften nicht der Fall ist.

Dank meiner Mama bin ich ab der nächsten Ausgabe sogar Abonnent🙂

Eins der Pastagerichte gab es gestern Abend direkt mit einem schönen Glas Chardonnay in etwas abgewandelter Form, teils, weil Zutaten fehlten, teils weil Reste verwertet werden mussten. Aber das ist ja das gute am Kochen, es ist immer ein bisschen anders.

 

Für 2 Personen braucht ihr:

8 Lasagneplatten

80 g Pumpernickel (ja!!!)

1 kleine Stange Lauch

5 Tomaten

1 Handvoll Walnüsse (im Originalrezept Mandeln)

etwas Olivenöl

etwas Schafskäse (im Original nicht enthalten, optional)

Salz, Pfeffer, Chili

Petersilie, Basilikum (oder andere Kräuter)

Im Gegensatz zu normaler Lasagne geht dieses Rezept deutlich schneller, so dass ich erstmal alle Zutaten zurecht gelegt und geschnitten habe. Den Lauch in Ringe, die Tomaten in etwas dickere Scheiben. Das Pumpernickel wird zerbröselt, die Walnüsse habe ich in der Hand zerdrückt. Die Kräuter hacken.

Dann das Wasser für die Lasagneplatten aufsetzen und salzen. Wenn es kocht, die Lasagneplatten für ca. 8 Min. mitkochen lassen.

In der Zwischenzeit in einer Pfanne mit etwas Olivenöl das Pumpernickel und die Walnüsse rösten, das dauert bis zum Schluss.

In einer weiteren Pfanne etwas Olivenöl erhitzen, dann die Tomaten und den Lauch zufügen. Etwa 2 Minuten dünsten lassen, dann alles umdrehen und von der anderen Seite nochmals 2 Min. dünsten. Von dem Nudelwasser 50 ml zufügen und mit Salz, Pfeffer, Chili würzen. Die Kräuter hacken und zufügen.

Die Lasagneplatten abgießen. Auf einem Teller jeweils Lasagneplatten und Tomaten-Lauch-Masse schichten und mit den Pumpernickel-Walnuss-Bröseln abschließen. Ganz zum Schluss dann noch etwas Schafskäse drüber bröseln.

Zu diesem Gericht schwirrt mir die ganze Zeit das Wort „bonfortionös“ im Kopf rum, vielleicht, weil wir letztes Wochenende gerade in Frankreich waren, aber sicherlich hauptsächlich, weil es so ausgesprochen lecker war. Die Lasagneplatten fand ich etwas schwierig, man muss schon einen recht großen Topf beim Kochen nehmen, damit sie nicht zusammenbappen. Ich würde daher vermutlich beim nächsten Mal einfach breitere Tagliatelle oder Mafaldine nehmen. Die habe ich auch in meinem Geburtstags-Fresskorb gehabt🙂

Das Gericht ist nichts für Saucenliebhaber, da es fast keine Sauce gibt. Aber mir machte es nichts aus und es war definitiv eine tolle Abwechslung zur normalen schweren Lasagne mit viel Käse und weißer Sauce…  🙂 gibt es wieder!

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Jambalaya – Louisiana auf dem Tisch.

Jambalaya ist ein kreolisches Gericht aus Louisiana, das insbesondere aus Reis, Gemüse und Fleisch besteht. Es erinnert mich etwas an Paella, was interessanterweise auch nicht weit hergeholt ist – wurde das Jambalaya doch erfunden, um die Paella nachzuahmen, jedoch war aufgrund der hohen Kosten ein Import des für die Paella nötigen Safrans selten möglich.

Für 2 Personen benötigt man:

2 Teelöffel Olivenöl

1 kleine gehackte Zwiebel

je nach Größe 1-2 Paprika, rot oder gelb, gewürfelt

1 kleiner Becher Langkornreis

1 Knobizehe

1 Lorbeerblatt

ca. 350 m l Brühe, ggf. etwas mehr

3-4 Würstchen, möglichst scharf – ich habe die veganen Merguez-Würstchen genommen

1/2 Dose stückige Tomaten

1 Chili Schote

Salz, Chili, Paprika

Das Olivenöl erhitzen, die Zwiebel und den Knobi darin anschwitzen, die Paprikawürfel zugeben und alles für 5 Min. schmoren lassen. Dann die Würstchen in Scheiben schneiden und mitbraten. Den Reis zugeben und mit Brühe und Tomaten aufgießen. Lorbeerblatt, gehackte Chillischote und Gewürze zugeben und das ganze so lange kochen lassen, bis der Reis gar ist. Ggf. noch etwas Brühe zugeben, bevor es anbrennt.

… und dann am besten an einem lauen Sommerabend in der untergehenden Sonne essen…

 

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Manchmal muss es Pasta sein.

Manche Tage reichen eigentlich für 3 Tage, was Arbeitspensum und private Aktivitäten angeht. Letztere sind heute zwar auf null runtergeschraubt, weil es gestern für meine Verhältnisse viel zu spät und viel zu Gin-lastig war. Insofern musste es heute schön deftige Pasta sein und zudem wollte ich noch ein paar Reste verbrauchen.

Heraus kam die „Pasta Madness“ – für genau solche Tage. Oder auch für andere Tage. Für immer. Weil lecker.

 

Ihr braucht:

Pasta nach Wahl – ich habe Gemelli genommen

1 Becher Sahne

1 rote Zwiebel

1 Knoblauchzehe

2 Handvoll Walnusskerne

100 g abgetropfte Kichererbsen

2 Handvoll Ruccola

etwas Käse nach Wahl – ich hatte Parmesan und Feta gemischt

Salz, Pfeffer, Chili, Petersilie

Öl

etwas Brühe

 

Pasta nach Packungsanleitung kochen. In der Zwischenzeit etwas Öl in einer Pfanne erhitzen, die kleingeschnittene Zwiebel anbraten. Dann die gehackte Knobizehe zufügen. Die Walnüsse grob hacken und ebenfalls zugeben. Nach kurzer Zeit mit einem 3/4 Becher Sahne aufgießen, 1 TL körnige Brühe einrühren und mit den Gewürzen würzen. Kichererbsen zufügen und das ganze einköcheln lassen und irgendwann den Käse zufügen, so dass er schmelzen kann. Wenn die Pasta fertig ist, abtropfen lassen. Den Ruccola und die Pasta unter die Sauce heben. Hinsetzen, essen, Madness vorbeiziehen lassen und entspannen!

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