München Marathon 2012

Die Nacht davor habe ich einigermaßen schlafen können. Dann um 7 Uhr aufgestanden und gefrühstückt. Um 8 Uhr stand mein Papa auf der Matte um uns abzuholen. Sind dann gemeinsam zum Start gefahren, wo wir uns mit meiner Laufgruppe getroffen haben.
Trainerin hat dann Aufwärmtraining mit uns gemacht und wir haben noch ne Weile geratscht… ich ratschte dann immer noch, als es hieß noch 10 Sekunden bis zum Start *ui* Mensch und ich musste doch noch ganz bis ans Ende laufen, zu meinem Startblock. hihi… kurze Hektik. Verabschiedet und los. Bin dann einfach in einen anderen Startblock gehopst.
Dadurch bin ich natürlich wie zu erwarten viel zu schnell losgelaufen. Hab mich dann aber auch gut gebremst. KM 4 – hier müsste die Family irgendwo stehen… guck guck nix… hm. am Siegestor ist Wendepunkt – gewendet und weiter geguckt, da hopsen sie grad aus der Ubahn. Lautstark bemerkbar gemacht, gewunken, weitergelaufen. Jetzt kommt die harte Strecke…. ab in den Englischen Garten… KM 10 – 1:08 Std. – ich liege genau im Plan. KM 12 Carbogel plus Wasser – herrjeee ist das kalt.
KM 13 – Seitenstechen. SEITENSTECHEN??? Das hab ich doch im Training NIE!
KM 14 – Magenkrämpfe!!! – Scheiß kaltes Wasser ist garantiert schuld.
KM 15 – 1 Min hinter Plan. Egal, noch immer Magenkrämpfe.
KM 19 – ich kann nicht glauben, das ich noch immer Magenkrämpfe habe. Ich verfluche den Englischen Garten und den Arabellapark. Keinerlei Zuschauer, keine Anfeuerer, keiner läuft mein Tempo. Ich laufe seit 20 km allein.
KM 21 – Halbmarathondistanz die Hälfte ist rum. Schei*e ich muss das gleiche nochmal laufen. Immer noch Krämpfe. Ich fühle mich hundselend.
KM 23/24 – Hier stehen die Liebste und Papa. Ich äußere, dass ich Magenkrämpfe habe und aufhören will. Die Liebste läuft ein Stück mit und brüllt mir entgegen dass ich gefälligst weiterlaufen soll (wie vereinbart) und erzählt von einer, die nur noch mit einem Schuh lief, weil die Hacke blutig war. Und das am Rosenheimer Platz meine nächsten Supporter stehen.
KM 27 – Der Ostbahnhof hat beruhigende Wirkung auf mich. Gleich steht meine Supporter Gruppe da.
KM 28/29 – ich werde angefeuert, es stehen ca. 6 Leute für mich allein da! wohooooo! jetzt bergrunter laufen, um die Ecke, da stehen die nächsten 2 Freundinnen.
Diese sprinten mit Plakat auf mich zu und laufen neben mir die nächsten 1-2 km. Ich kann mich gut unterhalten und fühle mich deutlich besser. Angeblich seh ich auch gut aus, mein Laufstil im Gegensatz zu anderen noch sehr rund.
Von meinem Plan unter 5 Std einzulaufen, hatte ich mich mittlerweile verabschiedet. Ich will nur noch durchhalten.
KM 30 – Marienplatz. Meine Supportergruppe ist wieder vor Ort und verbreitet Stimmung. Der Moderator sagt meinen Namen über den Lautsprecher durch. Der ganze Marienplatz weiß, dass ich gerade Marathon laufe. Ich laufe Marathon!
KM 32 – nochmal Marienplatz – ich lege den blöde Brustgurt ab. Scheiß auf den Puls. Noch 10 km!!!
Jetzt beginnt wieder der harte Teil. Die Strecke ist sehr blöd und ich habe wieder massiv mit Magenkrämpfen zu kämpfen. Die Wasserstellen mit dem Eiswasser werden gefühlt viel weniger. Ich habe Durst! Ich muss bisschen gehen.
KM 35 – ab jetzt sollte ich nicht mehr anhalten hab ich gehört. Geht aber nicht anders. Musik aus. Ich kanns nicht mehr hören.
KM 37 – überraschend und nicht verabredet sehe ich meine Supportergruppe erneut! FREU! Noch 5 km. Ich schaff es ich schaff es.
KM 40 – letzte Geh- und Trinkpause und dann nur noch Genießen.
KM 41 – meine Trainerin steigt ins Feld und läuft vor mir mit einem anderen aus meiner Laufgruppe. Sieht mich nicht. Ich brülle ihr entgegen sie soll mich gefälligst mitnehmen. Plötztlich
KM 42 – DAS MARATHONTOR!!!! Ich laufe durch, sie spielen gerade wie am Start auch schon AN TAGEN WIE DIESEN von den Hosen. Besser hätte es nicht passen können! Meine Trainerin ist an meiner Seite, wir laufen nur noch eine Stadionrunde dann sind wir durch. Sie brüllt mir entgegen ich soll nochmal Gas geben, die letzten Meter, mein Traum wird wahr – MARATHON!!!! 20 Meter vor dem Ziel reißen wir gemeinsam die Arme hoch, ich sehe meine Supportergruppe auf den Rängen, von rechts kommt eine liebe Mitläuferin an, die sich sichtlich für mich freut. Hand in Hand lauf ich mit der Trainerin durchs Ziel!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
…. und stelle mich bei der Medaillenvergabe für den Halbmarathon an………….. ……………… habs aber noch gemerkt 😉

ÜBERGLÜCKLICH!

Eine aus der Laufgruppe macht noch ein Foto von mir, wie ich in die Medaille beiße. Das wollte ich schon immer mal machen 😉  Dann gings sofort raus weil ich anfing zu frieren. STOP. Erst die TREPPE aus dem Stadion raus. UFFFZZZ und dann nur noch PARTTTYYYYYY!

I did it and I will never do it again! 🙂

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