Flashback Lissabon und fast ein bisschen Frühling

Als es uns letztens Jahr im zweiten Anlauf (…eine lange, teure Geschichte…) nach Lissabon trieb, wurde ich sofort am ersten Tag von den Pastéis de Nata angegriffen. Sie fielen einfach über mich her, griffen mich an und ließen mich für die nächsten Tage nicht mehr los. So MUSSTE ich zwangsweise mehrere dieser kleinen, kalorienreichen Köstlichkeiten essen, während wir dort weilten. Die Anzahl der Pastéis steht in keinem Verhältnis zur Anzahl der Tage, die wir im schönen Lissabon verweilten.

Sie gingen mir auch – längst wieder daheim angekommen – nie ganz aus dem Sinn. Als ich um die Weihnachtszeit dann eine Folge Jamie Oliver schaute, wo er genau diese machte, war klar, dass es jetzt bald so weit sein würde und heute wurde es dann auch endlich umgesetzt und ich machte

Pastéis de Nata


1 Pck. Blätterteig, tiefgekühlt
½ Liter Milch
275 g Zucker
35 g Mehl
1 Prise Salz
1 TL Butter
1 Ei(er)
5 Ei(er), davon das Eigelb
1 Pck. Vanillezucker (Bourbon-Vanillezucker)
Zimt

Der Blätterteig wird ausgerollt und mit einer runden Form oder einer Tasse ausgestochen. Von der Größe her sollte der Teig in eine Muffinform passen und einen Rand ergeben. Kann ruhig wellig reingelegt werden. 
Die Milch wird mit der Butter zum Kochen gebracht. Dann unter Rühren den Zucker, das Mehl und die Prise Salz einstreuen. Ei und Eigelbe und den Vanillezucker zufügen und nochmals kurz aufkochen und immer schön rühren rühren rühren!
Die Masse in die Blätterteigförmchen füllen und für 8-10 Min. im vorgeheizten Ofen backen.
Fast ein bisschen Frühling soll es ja gewesen sein, als wir in Südostasien weilten. Seit wir wieder hier sind, ist auch das Wetter deutlich schlechter. Das versuchte ich mir mit „Fast ein bisschen Frühling“ zu versüßen.
Ist mir allerdings zugegebenermaßen nicht gelungen. Ich habe von Alex Capus im letzten Jahr „Leon und Louise“ gelesen, was mich sehr begeistert hat. Insbesondere die lebendige, gefühlsbetonte Sprache hat dieses Buch einzigartig gemacht. 
Vielleicht war meine Erwartungshaltung daher sehr groß. Fast ein bisschen Frühling war leider nicht mein Fall. Es war sehr dokumentarisch, viele Wechsel der Erzähler und sehr „flach“ – man bekam nicht den Eindruck, die Personen kennenzulernen. Es war eher wie eine Strichzeichnung, als ein vollständiges Gemälde.  Mit 150 Seiten war es nicht besonders dick und daher habe ich es auch beendet. Es ist kein ganz schlechtes Buch, aber gefallen hat es mir auch nicht.
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