Gelesen im April 2014

Absolute Nach-Klausur-Lesephase! So kam ich glatt auf 5 Bücher im April 2014.  Leider ist das Gesamtfazit eben doch wieder, dass Quantität und Qualität nicht zwingend miteinander einhergehen müssen. Das Leseerlebnis war im Schnitt eher mittelmäßig. Hier die Einzelkritik:

Wolfgang Schorlau – Rebellen

Vor einiger Zeit wurde mir dieses Buch beim großen A empfohlen – vermutlich, weil ich Tschick gelesen habe – und es hörte sich in der Tat recht spannend an. Ich hatte eine Weile lang auf meinem Wunschzettel rumliegen, habe es dann doch irgendwann wieder gelöscht, weil ich dachte hm naja nicht so dringend eigentlich. Und dann lief es mir im Real Life als Mängelexemplar über den Weg… da habe ich dann zugegriffen. Es handelt von zwei Jugendlichen, die unterschiedlicher nicht sein könnten – der eine aus einer gutbürgerlichen Familie, der andere etwas wilder, abenteuerlustiger und trotz vorhandener Mutter im Heim lebend. Beide freunden sich an und beginnen zu rebellieren, zu hinterfragen, nehmen an Sitzstreiks teil, studieren die Lehren von Lenin und Marx und plötzlich: verlieben sie sich. In die gleiche Frau. Was in den 70ern in der Regel zu dem gleichen Dilemma führt wie heute, insbesondere, wenn die Frau dann diese Situation gut nutzt. Einen für die Nacht, einen für den Tag. Und natürlich machen alle mit. Bis am Ende einer stirbt und mit selbiger Frau vorher noch ein Kind zeugt. Seufz… das Leben ist manchmal ziemlich hart!

Fazit: 3 Sterne!

Christine Brae – The Light in the Wound

Er liebt mich – er liebt mich nicht – er liebt mich – er liebt… *Blümchen zupf*

Ein sehr typischer Collegeroman mit einer naiven jungen Dame aus wohlhabendem, wenn auch nicht heilem Hause, die sich extrem rumkommandierendes, eifersüchtiges Verhalten ihrer ach so großen Liebe über eine viel zu lange Zeit gefallen lässt. Und endlich, endlich schafft sie den Absprung, macht Schluss – und kommt mit ihrem bis dato besten Freund zusammen, der schon ewig in sie verliebt war. Natürlich hat er Angst, dass sie es sich doch noch wieder anders überlegt und macht ihr flux einen Heiratsantrag. Nach ganzen 2 Monaten wird dann auch schnell geheiratet. Die Nacht vor der Hochzeit verbringen ja meistens künftige Eheleute getrennt. Das ist doch ein prima Anlass zu einem Abstecher zum immer noch liebenden Ex. Was mir von dem Buch am meisten in Erinnerung geblieben ist, ist das Gefühl, die Protagonistin permanent schütteln zu wollen, in der Hoffnung, es fällt etwas von der kindlich-naiven Eigenschaft ab… hat aber nicht funktioniert.

Fazit: 2 Sterne!

Jussi Adler-Olsen – Das Alphabethaus

Eine Empfehlung meiner Frau Mama, die sehr angetan war von dem Buch. 2 junge englische Männer, die während des Krieges über Deutschland fliegen um auszuspähen und dann gezwungen sind, den Schleudersitz zu ziehen. Nachdem sie durch schneebedecktes, waldiges Gebiet getigert sind und dabei fast erfrieren, schaffen sie es noch, nach einer kleinen Verfolgungsjagd die Kraft aufzuwenden, auf einen fahrenden Zug aufzuspringen. Dort drin stellen sie fest, dass es sich um einen Lazarettzug handeln muss. Die 2 gerade zufällig verstorbenen Obermuftis, die von der Front zurückkommen, werden kurzerhand aus dem Zugfenster geschubst und man nimmt ihre Identität an, nichtwissend, dass lauter Irre mit im Wagon und später mit in der Anstalt sind. Die nächsten 200 Seiten spielten sich förmlich ausnahmslos im Krankenzimmer ab. Passiert ist, bis auf ein paar Kleinigkeiten – nichts. Als endlich einer der beiden es schafft, die Flucht zu ergreifen, tue ich dasselbige und lege das Buch weg…

Fazit: Grundsätzlich eine interessante Geschichte, aber langweilig umgesetzt, 2 Sterne!

Graham Greene – Brighton Rock

Oha! Das Buch lag hier im Hause rum, das Cover gefiel mir, Brighton finde ich interessant und Rockmusik höre ich ja auch! Ähhhh?! Rockmusik??? Klassische Missinterpretation  von Teekesselchen… Sonst wäre ich wahrscheinlich auch nicht auf die Idee gekommen, a) einen Klassiker und b) eine Gangster-Ganoven-Gang-Geschichte zu lesen. Beides nicht so meins… wie sich auch wieder bestätigte… Ich brauchte eine gefühlte Ewigkeit, bis ich in die Story reinkam, dabei war das Buch ja nur recht dünn.
Fazit: 3 Sterne!
Erik Orsenna – Lied für eine geliebte Frau

Auf dieses Buch kam ich durch den Blog von Stepanini, die ein paar sehr schöne Auszüge gepostet hatte. Es geht um das Verarbeiten von Trauer durch den Verlust der einen großen Liebe. Und doch geht es auch darum, wie man diese Trauer möglichst verdrängt, in dem man sich mit allem möglichen Kram beschäftigt. Sehr zusammenhangslos zum Teil. Die schönsten Auszüge hatte Stepanini bereits gepostet, der Rest war in meinen Augen nicht zwingend lesenswert. Was die Frau, die er vergötterte, nun überhaupt so einzigartig machte, kam leider gar nicht rüber.
Fazit: 2 Sterne!

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