Gelesen im November 2014

Vor einer Weile habe ich von Rohinton Mistry „Das Gleichgewicht der Welt“ gelesen. Nach meinem Geschmack ist es eins der besten Bücher auf dieser Welt. Behaupte ich mal so, ohne alle Bücher dieser Welt gelesen zu haben.

Lustigerweise schwärmte ich jedem von diesem Buch vor, bin aber bis vor 1 Monat oder so gar nicht auf die Idee gekommen, dass Herr Mistry eventuell ja noch mehr Bücher geschrieben haben könnte, die toll sind. Also das Internet angeschmissen und mir ein weiteres besorgt. Nämlich

Rohinton Mistry – Die Quadratur des Glücks

Es handelt sich um eine Familiengeschichte mitten im lebhaften Bombay. Die Geschichte selbst ist jedoch so gar nicht lebhaft, sie wirkt sehr beschränkt auf drei Orte: den Arbeitsplatz und 2 Wohnungen der Familie. Es geht ums Altwerden, das Erinnern, Krankheit und die Frage, wer kümmert sich um Papa? Die drei Halbgeschwister sind sich da nicht sonderlich einig und schieben ihn jeweils hin und her. Ich hatte etwas Schwierigkeiten mit dem Buch, da mir die Charaktere allesamt, vielleicht mit Ausnahme des kleinen Sohnes, nicht sonderlich sympathisch waren. Das Buch wirkte beengt, machte keine Hoffnungen auf ein happy end und so kam es dann auch. Am Ende verdrückte ich aber doch ein paar Tränchen. Daher leider nur 3 Sterne. Kein Vergleich zu „Das Gleichgewicht der Welt“.

 

Robert Gwisdek – Der unsichtbare Apfel

Es ist optisch ein sehr schönes Buch und in einem ungewöhnlichen Format, daher fiel es mir im Laden auf. Als Belohnung für die super bestandene Verwaltungsrechtsprüfung habe ich es mir dann gegönnt. Und bin ziemlich verzweifelt. Obwohl es nicht sehr dick ist, konnte ich mich nur bis zur Hälfte durchzwingen. Die einzige Beschreibung, die ich für diese sehr abgefahrene Story geben kann ist die, dass es sich für mich anhört wie ein schlechter LSD-Trip, auch wenn ich da keine praktischen Erfahrungen und Vergleiche aufweisen kann.

Sorry Herr Gwisdek, wir kommen nicht auf einen Nenner. Hätte ich mir vorher mal seine Musik angehört („Die Tentakel von Delphi“) hätte ich es vielleicht schon geahnt.

 
 
Gavin Extence – The Universe vs. Alex Woods
(Das unerhörte Leben des Alex Woods oder warum das Universum keinen Plan hat)
 
 
Alex Woods ist ein Junge, der in einer englischen Kleinstadt mit einer esoterischen, Karten legenden Mutter aufwächst – und dem plötzlich ein Meteorit auf den Kopf knallt. Das lässt ihn kurze Zeit berühmt werden. Daraufhin ist sein Leben erstmal nicht mehr so, wie es war. Ein Jahr lang wird er per Homeschooling unterrichtet, denn er leidet seither an Epilepsie. Als diese einigermaßen eingestellt ist, wird er wieder in die normale Schule geschickt und da von Mitschülern gehänselt und verfolgt. Er versteckt sich im Schuppen von Mr. Peterson, während die Verfolger einen Zaun kaputt machen. Mr. Peterson entdeckt Alex und als Strafe für die Zerstörung soll er diese abarbeiten und hilft Mr. Peterson, einem älteren alleinstehenden Herren, künftig mit Haus & Hof. Eine Begebenheit, aus der sich eine tiefe Freundschaft entwickelt, die bis in den Tod geht.
 
Das Buch hat zwischendurch ein paar Längen, hat mir jedoch sehr gut gefallen, wenngleich es nur stellenweise lustig ist und am Ende vor allem eins – ganz schön traurig und nachdenklich machend.
 
4 Sterne und eine Leseempfehlung!
 


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