Gelesen im April 2015

J. D. Salinger – Der Fänger im Roggen

Ich habe mich an einen Klassiker gewagt. Ich. Die von Klassikern Abstand gehalten hat, wie der Teufel das Weihwasser meidet. Nun ja, dass lag mit am Deutschunterricht in der Schule früher, der mir das Lesen von Klassikern eher nicht näher brachte. Aber nachdem scheinbar jeder den Fänger im Roggen von J.D. Salinger gelesen hatte, kann er ja nicht so schlecht gewesen sein, dachte ich.

Und ich muss gestehen – ich war sehr positiv überrascht. Als erstes insbesondere von der Sprache, die so gar nicht alt und eingestaubt war, wie ich es bei Klassikern oft vermute. Die Story hat mir gut gefallen. Holden Caulfied ist mir jetzt allerdings nicht super sympathisch gewesen. Kein Typ, mit dem ich zwingend ein Bier trinken wollen würde.

Faszinierend, wenn man bedenkt, was dieses Buch geschrieben wurde, fand ich den Satz, den ich aus dem Gedächtnis wiedergebe: „Sie hatte eine wunderschöne Telefonstimme und sollte eigentlich immer ein Telefon bei sich haben.“


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Jeanette Walls – Die andere Seite des Himmels

Das Buch lag schon seit längerem auf meinem Wunschzettel und zu Ostern wurde dieser Wunsch dann von meiner Mama erfüllt. Meine Erwartungen nach „Schloss aus Glas“, welches mir ausgesprochen gut gefallen hatte, waren hoch.

In „Schloss aus Glas“ erzählte die Autorin die Geschichte ihrer Großmutter, in „Die andere Seite des Himmels“ kam ihre eigene Geschichte aufs Tableau, die nicht weniger von einer eher untypisch verlaufenden Kindheit geprägt ist. In erster Linie geht es um sie und ihre Schwester, die geprägt von den Launen und Fantasien, wenn nicht sogar Depressionen, ihrer Mutter früh lernen müssen, allein auf den Beinen zu stehen. Im Laufe der Zeit bekommen sie Unterstützung durch den Bruder der Mutter, der sich, obwohl zur Mutter über Jahre kein Kontakt bestand, rührend um die Mädels kümmert.

Sprachlich ist es aus der Sicht eines der Mädchen geschrieben und demnach auch eher kindliches Sprachgut. Das tut der Story keinen Abbruch und es hat mir gut gefallen, wenngleich Schloss aus Glas meines Erachtens noch etwas besser ist.

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William Boyd – Der Eiskrem-Krieg

Seufz… Herr Boyd macht es mir einfach nicht leicht. Das erste Buch, was ich von ihm las, war „Restlos„, welches mich ja über alle Maße begeisterte. Ich sah Herrn Boyd schon als meinen neuen Lieblingsautor rumschweben. Dann habe ich „Any human heart“ gelesen und kam überhaupt nicht in die Geschichte rein. Beim bummeln in der Mittagspause stieß ich auf „Der Eiskrem-Krieg“, reduziert zum halben Preis. Es spielt in der Zeit des ersten Weltkrieges, worüber es momentan ja etliche Bücher gibt und ich mich auch für interessiere.

Leider hat es schon wieder nicht geklappt mit mir und Herrn Boyd. Ich habe es nur bis zur Hälfte geschafft und fand die Story einfach langweilig. Ich habe zwar Zeit gehabt zum Lesen im Urlaub in Andalusien, aber ich kam einfach nicht rein. Und so beschloss ich, das Leben ist zu kurz für schlechte Bücher….

Einen Boyd habe ich noch auf meinem SUB (=Stapel ungelesener Bücher). Mal schauen, ob ich es nochmal wage…

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