Gelesen im Juli 2015

Das war ein sehr schöner Lesemonat. Denn ich hatte endlich mal eins – Zeit! Und noch dazu ein paar schöne Bücher, es war keins dabei, was mir nicht gefallen hat.

Dina Nayeri – A Teaspoon of Earth and Sea

Zunächst einmal – hat dieses Buch nicht ein wunderschönes Cover? Davon hatte ich nur leider nichts, weil ich es auf dem Kindle gelesen habe. Ein weiterer Nachteil eines Ebook-Readers.

Das Buch handelt von Zwillingsschwestern im Iran, die von Amerika träumen. Ihre Eltern sind Christen, was im Iran zu diesem Zeitpunkt sehr kritisch beäugt wird. Ihre Mutter möchte fliehen und im Zuge der Ereignises, die daraufhin folgen, glaubt Saba, ihre Mutter wäre mit ihrer Schwestern in die USA geflohen und hätte sie zurückgelassen. Sie träumt und lernt Englisch, um irgendwann folgen zu können, obwohl ihre Familie ihr sagt, sie seien gestorben und nicht in die USA geflohen.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen, die spürbare Sehnsucht von Saba, das Mysterium, was nun wirklich mit ihrer Schwester und ihrer Mutter passierte und die Wendung am Ende.

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Anna Funder – Stasiland

Im Mai habe ich Anna Funders aktuelles Buch „Alles was ich bin“ gelesen, was mich ja restlos begeisterte. In Stasiland geht es – wie man anhand des Namens schon vermutet – um die DDR und speziell die Machenschaften der Stasi. Dabei sucht die Protagonistin verschiedene ehemalige Stasi-Mitarbeiter auf, die mal mehr mal weniger gut mit der Wende klarkommen. Fast schon dokumentarisch kommt dieses Buch daher. Es ist aber sehr interessant gewesen und bot ein paar gute Einblicke darin, wie die Menschen für die Stasi akquiriert wurden und es insgesamt so ablief. Meines Erachtens müsste das Buch jedoch den Preis für das hässlichste Cover ever bekommen.

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Julia Engelmann – Eines Tages Baby

Eines Tages Baby… Poetry Slam, den vermutlich jeder mindestens einmal auf Youtube angeschaut hat. Wenn nicht, hier ist es nochmal:

Das Buch dazu fiel mir beim Stöbern in die Hände. Sie hat ein paar sehr schöne Gedichte geschrieben, wenngleich mir auch nicht alles ausnahmslos gefallen hat. Für junge und junggebliebene die eigentlich nichts mit Gedichten am Hut haben.

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Jonathan Coe – The Rain before it falls

Man hat mir dieses Buch schon vor längerer Zeit auf den SUB geschmuggelt. Bisher, habe ich es aus nicht nachvollziehbaren Gründen immer ignoriert. Anfangs hatte ich etwas Schwierigkeiten, in den Erzählstil reinzukommen. Es sind praktisch Aufnahmen auf Kassette, die die Protagonistin kurz vor ihrem Tod für ein Mädchen aufgenommen hat, um ihr bestimmte Dinge erklären zu können, die mit der Erblindung zu tun haben. Es ist eine dramatische Familiengeschichte mit vielen Irrungen und Wendungen und lässt sich sehr gut lesen. Hat mir gefallen.

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John Green – Das Schicksal ist ein mieser Verräter

Puh. Die letzten Seiten las ich im Zug. Kann ich nicht empfehlen, wenn man etwas zart besaitet ist. Es ist doch ganz schön traurig am Ende. Krebs ist immer scheiße, wenn es Kinder betrifft jedoch nochmal mehr. Und auch, wenn man das Ende in der einen oder anderen Weise kommen sieht, ist es doch noch immer schrecklich.  Einzig und allein die Story um den Autor des fiktiven Buches, das eine Rolle spielt in diesem Buch fand ich etwas überzogen.

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