gelesen im Oktober 2015

Alina Bronsky – Scherbenpark

Alina Bronsky war mir immer ein Begriff irgendwie, aber ich habe bisher nichts von ihr gelesen. Das sollte sich ändern, als wir auf dem Weg zur Wiesn waren und irgendwelche unserer Nachbarn einen ganzen Papiermüllcontainer voller Bücher rausgestellt haben, die teilweise nicht nur super erhalten, sondern auch noch eingeschweißt waren *Schockschwerenot* – wer macht sowas? Einen Teil der Bücher haben wir direkt gerettet, hauptsächlich Kinderbücher und diese an der nächsten U-Bahn Station ausgelegt. Waren paar Stunden später direkt weg. Für mich blieb Alina Bronsky über.

Ein wunderbares Buch, zum mit-trauern, mit-leiden, aber auch mit-lachen. Und zum mit-lieben. Die Protagonistin, ein 16-jähriges Teenie-Mädchen verliert ihre Mutter und lebt fortan mit Geschwistern und einer aus Russland angereisten Großtante. Eigentlich plant sie, den Mörder ihrer Mutter zu rächen. Doch dann kommt alles anders… aber, selber lesen! Ich habe mir jetzt direkt mal das neue besorgt – „Baba Dunjas letzte Liebe“

scherbenpark

Tom Rachman – The Rise & Fall of Great Powers

Ein Vorbeigeh-Kauf, ohne etwaige Rezensionen schnell online zu checken. Mache ich nicht mehr, weil ich manchmal sehr überrascht bin, wie toll ich Bücher finde, während andere es überhaupt nicht gut finden (z.B. Wurfschatten von Simone Lappert). Tooley, die Protagonistin in „The Rise & Fall of Great Powers“ ist Buchladenbesitzerin aus Zufall. Ihr ganzes Leben basierte mehr oder minder auf Veränderung, sei es hinsichtlich des Wohnortes, als auch der Personen, die sie aufziehen. Zunächst zieht sie mit ihrem Vater nach Bangkok, ihre Mutter taucht je nach Stimmungslage immer mal wieder auf und mal wieder ab, einzig stetige Person scheint zumindest Humphrey zu sein, zumindest für eine Weile. Und nie erfährt sie so alles über die Menschen, die sich um sie kümmern. Sie lebt in ständigem Wechsel und wird dann doch irgendwann sesshaft und übernimmt aus Leidenschaft einen nicht besonders gut laufenden Buchladen in einem kleinen Örtchen. Bis es wieder Zeit wird, aufzubrechen und sich an neuen orten mit alten Geschichten auseinander zu setzen.

Das Buch springt in den Zeiten recht viel hin und her, es fiel mir daher schwer, richtig reinzukommen. Es hat mir daher auch nur so mittelmäßig gefallen.

rise fall

David Lagercrantz – The Girl in the Spider’s web

Stieg Larsson, der leider viel zu früh verstarb, wird sich nicht im Grab umdrehen, wenn er dieses Buch liest. David Lagercrantz ist ein ausgesprochen guter 4. Band der Millenium-Serie gelungen. Hätte ich es nicht gewußt, ich hätte keinen Unterschied in der Schreibart feststellen können. Lisbeth Salander war natürlich wie immer die große Heldin des Buches und man fragt sich dann doch, wieviel kann einem Menschen so passieren, wieviel kann ein Mensch an Attacken eigentlich überleben?

Das Buch ist recht IT-lastig. Teilweise habe ich nur noch technischen Bahnhof verstanden ;), was aber der Spannung keinen Abbruch tat. Wer die anderen 3 Teile gelesen hat, sollte hier nicht zögern und auch dieses lesen!

lagercoller

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