Gelesen im Januar 2016

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Sarah Kuttner – 180 Grad Meer

Ich finde Sarah Kuttner als Person einfach total witzig. Ich kenne sie fast noch aus meiner Spätjugend, als sie gerade bei Viva loslegte. Bambule habe ich immer ganz gern gesehen, weil es informativ war, aber doch sehr witzig und nicht so trocken. Ihre aktuelle Sendung Kuttner plus zwei finde ich nicht schlecht, aber ich gucke zu wenig TV und verpasse das daher immer. Mediathek und so, ich weiß… vergesse ich aber dann wieder…

Ihre Bücher gefallen mir sogar noch besser. Von Mängelexemplar war ich regelrecht geflasht, hätte ich gar nicht erwartet, dass sie so gut schreiben kann. Jetzt habe ich ein doppeltes Weihnachtsgeschenk in 180 Grad Meer eingetauscht. Es war dann auch schon innerhalb weniger Tage ausgelesen – und was soll ich sagen: meines Erachtens wieder ein Volltreffer, wenngleich auch etwas schwächer als Mängelexemplar oder Wachstumsschmerz. Denn die Protagonistin geht einem zuweilen schonmal auf den Keks, wenn sie so passiv wartend alles hinnimmt, anstatt ihr Leben in die Hand zu nehmen. Aber im Grunde kennt das wahrscheinlich auch jeder selbst, man ist nicht immer unbedingt handlungsfähig, wenn man selbst drin steckt. Am Ende hatte ich dann doch glatt nochmal einen kleinen WTF? Moment, aber das muss jeder selbst herausfinden, warum 😉

Eine weitere Rezension findet ihr hier.

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Karen Köhler – Wir haben Raketen geangelt

Zugegeben, ich bin alles andere als ein Fan von Kurzgeschichten. Wenn ich – gute – Bücher lese, können die Stories mir eigentlich meist gar nicht lang genug sein. 500 Seiten ist eigentlich ein Muss in der Regel. Doch Frau Köhler hat es auf 240 Seiten mit 9 Erzählungen geschafft, mich vom Gegenteil zu überzeugen. Die Geschichten sind unterschiedlich lang, manche länger, andere wiederum kürzer. Es gibt keine einzige, die mir gar nicht gefiel, doch hatte ich bei einer am Ende das Gefühl, dass da hätte mehr kommen können. Die Auflösung passte nicht zu der Geschichte, etwas mehr Dramatik hätte ich mir gewünscht. Aber insgesamt ein tolles Buch! Insbesondere, wenn man gerade nicht den Kopf hat, sich tief in einen dicken Wälzer reinzufummeln… Prüfungsbedingt ist meine Aufmerksamkeitsspanne momentan eher auf Zivilprozess- und Urheberrecht ausgelegt…

Eine weitere Rezension findet ihr hier.

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T. R. Richmond – What she left

So richtig viel kann ich zu dem Buch gar nicht sagen. Ein typischer Fehlkauf – in der Londoner Tube das Plakat gesehen und Last Minute am Flughafen beim 2:1 mit Herrn Boyd zusammen mitgenommen. Ich habe vor einer Weile schonmal angefangen gehabt, um es dann nach 60 Seiten wieder wegzulegen. Passiert bei mir selten, meist komm ich dann gar nicht über 10-20 Seiten weg, bevor es zurückgelegt wird, wenn es nicht gleich bämm macht. Naja, neuer Versuch, aber es hat mich einfach nur genervt. Das Buch wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, u.a. aus der des Professors der verschwundenen Alice Salmon. Und der wiederum schreibt in Briefen an einen Freund in sehr verschrobener Professormanier und an die Mutter von Alice per Email, obwohl sie ihn mehrfach bittet, sie einfach in Ruhe zu lassen. Ich kam nicht so weit, aber ich vermute, er hatte eine Affäre mit der Mutter und Alice kam irgendwie dazwischen… gähn gähn gähn und dann flog das Buch ein zweites und vor allem letztes Mal in die Ecke… muss man nicht gelesen haben.

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Nina Blazon – Liebten wir

Gekauft habe ich dieses Buch auf dem Winter-Tollwood am Wortwahl Stand. Die Bücher, die sie dort anbieten, sind immer sehr gut ausgewählt und meist macht man auch keinen wirklichen Fehlgriff. Liebten wir von Nina Blazon fiel mir in erster Linie wegen des superschönen Covers in die Hände. Dafür gibt es schonmal ein Sonderlob. Dann hatte es mit Fotografie zu tun und ich stand schon an der Kasse. Die Story selbst fand ich ok. Durchaus interessant, aber leider doch etwas gewaltig abgefahren, die würde im Reallife vermutlich niemals so passieren. Alte Oma, die im Rollstuhl sitzt und nach einer Familienfeier mit der Freundin bzw. dann Exfreundin des Enkels nach Finnland durchbrennt, dort bei einem bis dato unbekannten jungen Mann klingelt, der natürlich die beiden nicht nur reinlässt, sondern sie direkt bei ihm wohnen lässt. Finnische Freundlichkeit? Ich weiß nicht.  Noch dazu ist die Oma ziemlich barsch und ich anstelle der Protagonistin hätte die vermehrt in ihrem Rollstuhl einfach stehen gelassen, anstatt immer und immer wieder sich anraunzen zu lassen. Not my cup of tea. Also es war nicht ganz schlecht das Buch, es war aber auch nicht der Brüller schlechthin.

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