Clean Eating – Artischockensuppe

Clean Eating scheint ein Thema zu sein, was momentan – Achtung Wortspiel! – in aller Munde ist.

Beschäftigt man sich näher mit dem Thema, stellt man relativ zügig fest, dass unsere Großeltern, spätestens aber unsere Urgroßeltern vermutlich alle „clean“ gegessen haben. Grundsatz des Clean Eatings ist es zunächst, nährstoffreiche und gesunde Lebensmittel zu sich zu nehmen. Dies schließt selbstverständlich die breite Palette an Fertigprodukten aus, die unsereins heutzutage so im Supermarkt auffinden kann. Quasi ein back to the roots.

Dabei soll Clean Eating jedoch keine Diät darstellen, sondern vielmehr eine Ernährungsform sein. In diesem Sinne begrüße ich das Clean Eating, wobei ich der Überzeugung bin, dass hier und da ein paar Ausnahmen unschädlich sind, sofern man sich generell gesund ernährt.

Eine der Vorreiterinnen der Clean Eating Bewegung ist dabei Tosca Reno. In den USA weit früher bekannt als hierzulande, setzt Tosca Reno Clean Eating jedoch auch zur Gewichtsreduzierung ein. Dies mag durchaus ein positiver Nebeneffekt sein, wenn man aus einer überwiegenden Fertigfraß-Ernährung hin zu Clean Eating wechselt. Im Fokus sollte aber generell eher eine gesunde Ernährung stehen.

Mit ihrem im März auf Deutsch erschienen Kochbuch „Das große Eat-Clean Kochbuch“ schafft es Tosca Reno jedenfalls, den Interessierten Clean Eater mit einer Vielzahl von lecker aussehenden Rezepten zu einem Versuch back to the roots zu verführen. So tat sie es jedenfalls auch mit mir. Das Kochbuch enthält insgesamt mehr als 150 Rezepte, von denen ich eine extrem hohe Anzahl erfreulicherweise als vegetarisch vorgefunden habe.

Anhand meiner Post it Markierungen könnte man annehmen, ich würde nur noch aus diesem Buch kochen 😉 Dem ist zwar nicht so, aber ich bin bereit, mich auf das Abenteuer Clean Eating näher einzulassen und fühle mich direkt gut gerüstet.

Nach einer kurzen Einführung und den Grundsätzen der Clean Eating Philosophie führt uns das Buch direkt in die Kategorien:

  • Frühstück
  • Brunch
  • Suppen
  • Getreide und Hülsenfrüchte
  • Sossen, Aufstriche und Salsas
  • Tellergerichte und einfache Mahlzeiten
  • Vegetarische Gerichte
  • Für Unterwegs
  • Proteine
  • Salate
  • Gemüse
  • Süsses
  • Zutaten auf Vorrat

Also eigentlich dürfte für jeden etwas dabei sein. Die Aufmachung des Buches ist eher einfach gehalten, kommt aber mit vielen Bildern daher. Das Auge isst schließlich auch mit.

tosca

Essen ist ein gutes Stichwort – ich habe bereits aus dem Kochbuch gekocht. Es war gar nicht so leicht, mich zwischen den vielen Post it Fähnchen zu entscheiden. Mein erstes Tosca Reno Küchenexperiment jedenfalls war dann die

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Artischockensuppe

Lt. Rezept ergibt es ca. 1 Liter. Das kam bei mir nicht ganz hin, eher weniger.

1 EL natives Olivenöl

2 Stangen Lauch, nur die weißen und hellgrünen Teile

2 Zehen Knoblauch

220 g eingelegte und abgetropfte Artischockenherzen

1 TL Thymian

1 TL Meersalz

1/4 TL schwarzer Pfeffer

1 mehligkochende Kartoffel

500 ml Brühe (angegeben war Hühnerbrühe, ich habe Gemüsebrühe genommen)

130 ml fettarme Ziegenmilch (ich habe normale Milch genommen)

Saft von 1/2 Zitrone

2 TL Schnittlauchröllchen

Für die Suppe das Olivenöl in einem Topf erhitzen, Lauch, Knoblauch und Artischocken mit Thymian, Meersalz und Pfeffer zufügen und unter Rühren ca. 5 Min. andünsten, bis der Lauch weich ist, aber der Knoblauch noch nicht braun ist. Die Kartoffel und die Brühe zufügen und kurz aufkochen lassen. Bei geschlossenem Deckel 20 Min. auf niedriger Stufe köcheln lassen, bis alle Zutaten weich sind. Mit dem Pürierstab cremig pürieren und die Milch und den Zitronensaft zufügen. Alles nochmals verrühren und abschmecken. Servieren mit dem gehackten Schnittlauch.

Artischockensuppe

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Beim nächsten Mal würde ich die Suppe ggf. vor dem Servieren durch ein Sieb abseien oder in der leistungsstärkeren Küchenmaschine pürieren, da die Artischocken schon relativ viele Fasern hinterließen. Geschmacklich war die Suppe jedenfalls einmalig.

Ein tolles Buch mit vielen Inspirationen, die man sicherlich auch gut in der Lunchbox verwenden kann.  Ich werde sicherlich noch viele Rezepte nachkochen, die Post its fordern mich gerade zu auf dazu 😉

Ich danke dem Südwest Verlag für das tolle Rezensionsexemplar!

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